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Erhalt der Schriftkultur in Bhutan

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Neues Forschungsprojekt der DBHG zum Erhalt der Schriftkultur in Bhutan

Gregor Verhufen

Im Juli 2015 konnte nach langer Vorlaufzeit mit dem neuen DBHG-Projekt zum Erhalt der Schriftkultur Bhutans begonnen werden. In einer Kooperation mit der Nationalbibliothek des Landes (NLAB = National Library and Archives of Bhutan) konnte mit der Deutschen Bhutan Himalaya Gesellschaft eine Übereinkunft für das Projekt erzielt und das Projekt auf den Weg gebracht werden.

Das Projekt ist in zwei Phasen zu je 1½ Jahren unterteilt. Dabei wird die Entwicklung der Schrift in Bhutan über beinahe anderthalb Jahrtausende betrachtet. Zur Schriftkultur Bhutans gehören viele Komponenten, wie beispielsweise die Holzschnitzkunst, die beim traditionellen Buchdruck verwendet wird. Dabei werden die Buchstaben spiegelverkehrt auf ein vorbearbeitetes Holzscheit geschnitzt. Weiterhin gehören die Herstellung von Griffeln, die für jede Schriftart unterschiedlich sind, dazu, die Tinte, die aus einem bestimmten Sud hergestellt wird und die Papierherstellung, um nur einige Bestandteile, die zur bhutanischen Schriftkultur gehören, zu nennen.

Auch die Entwicklung der Kalligrafie selbst ist Bestandteil des Projekts. Bhutan besitzt eine einzigartige Schrift genannt Joyig, die speziell für das Drachenland hergestellt wurde und in Tibet, wo auch die bhutanische Schrift ihren Ursprung hat, nicht bekannt ist. Einem Schüler des berühmten Padmasambhava, Denma Tsemang, wird nachgesagt, er hätte diese Schrift mit nach Bhutan gebracht und dort verbreitet. Die Schrift kennt man zwar in Tibet nicht, aber wenn man sich 2000 km weiter nach Norden in das Seidenstraßenkloster von Dunhuang begibt, fanden sich dort Schriften, die der bhutanischen Schrift zum Verwechseln ähnlich sind. Wo sind hier die Zusammenhänge und wie kann es sein, dass die gleiche Schriftart an zwei so unterschiedlichen und weit auseinander liegenden Orten auftaucht? Der Forschungsteil des Projektes soll helfen, das herauszufinden.

Damit in der modernen Computer- und Handy-Ära das Schriftkulturerbe Bhutans nicht verloren geht, soll neben einem Buch, das von einheimischen Experten in Dzongkha und Englisch verfasst wird, auch ein kleines Museum geschaffen werden, damit man die eigenen Traditionen auch später nicht vergisst. Alle Arbeitsschritte, die die wenigen noch existierenden traditionellen Handwerker beherrschen, werden in einem Video dokumentiert.

Liebe Freunde Bhutans, damit dieses Projekt auch in seiner zweiten Projektphase erfolgreich abgeschlossen werden kann (bisher ist nur die erste Phase finanziell gesichert), bitten wir um ihre Hilfe. Wenn Sie das Projekt gerne unterstützen möchten, spenden Sie bitte kräftig unter der Angabe

Projekt Schriftkultur Bhutan“ der Deutschen Bhutan Himalaya Gesellschaft

IBAN DE 89 3705 0198 0016 4122 80; BIC: COLSDE33XXX

bei der Sparkasse KölnBonn

Herzlichen Dank!

Ihr Gregor Verhufen

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